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Turmuhr in Not - eine Spendenaktion soll helfen

Pressemitteilung Hameln, 12. Juni 2026
Sie rufen zu Spenden für die Turmuhr auf (v.l.): Pastorin Dr. Heike Köhler, Kirchenvorstandsvorsitzende Monika Mehrwald und Küster Michael Bräunig. Foto: Harald Langguth

Hameln. Bereits seit dem 15. Februar dieses Jahres steht die Turmuhr der Marktkirche auf kurz vor zwölf. Beim Einbau vor 65 Jahren wurden die Steuerungstechnik für die Turmuhr und für die Glocken von zwei verschiedenen Fachfirmen geliefert. Seitdem kommt es immer wieder zu Ausfällen, weil die Steuerungen nicht aus einer Hand stammen. Einziger Ausweg - eine umfassende Sanierung der zentralen Turmuhr am Pferdemarkt. Denn die gesamte Anlage mit ihren fünf Glocken muss ebenso wie die mechanische Turmuhr elektrifiziert werden – dieses Mal nur von einem Unternehmen. „Wir haben bereits tausende von Euro für die Reparatur der Uhr von 1959 ausgegeben“, betont Küster Michael Bräunig. Damit das ein Ende hat, soll eine Komplettsanierung das Problem lösen, bei der auch die Motoren ausgetauscht werden, die die Glocken antreiben. Dazu sind 25.000 Euro notwendig.

Zuschussanträge wurden bereits gestellt. „Diese allein werden jedoch nicht ausreichen. Jede Spende hilft. Jeder Euro kommt ohne Abzüge direkt der Turmuhr zugute“, versichert Monika Mehrwald, Kirchenvorstandsvorsitzende der Stadtkirchengemeinde Hameln. Zurzeit stellt Küster Bräunig die Glocken aufwändig von Hand ein. Damit daraus kein Dauerzustand wird, startet die Spendenaktion. „Ein symbolischer Neustart wäre zum 1. Januar 2027 schön", wünscht sich Dr. Heike Köhler, Pastorin der Stadtkirchengemeinde Hameln.

„Viele Bürger schauen gerne auf die Turmuhr – neben den Hamelnern auch Touristen. Wir wollen die Spendenaktion daher breit fächern“, sagt Mehrwald. Auch Touristen können einen Anteil leisten: Im Eingangsbereich der Marktkirche steht für Barspenden ein Spendenkreisel bereit. Die Spendenaktion organisiert übrigens der Förderkreis der Marktkirche St. Nicolai – er hatte bereits den Wiederaufbau der Marktkirche nach der Zerstörung am 5. April 1945 betreut. Harald Langguth