Am Freitag, 29. und Samstag, 30. Mai, verwandelt sich die Hochzeitshausterrasse in der Rattenfängerstadt zu einer großen Bühne: 16 Bands aus den Kirchenkreisen Hameln-Pyrmont, Grafschaft Schaumburg sowie benachbarter Kirchenkreise präsentieren dort christliche und weltliche Musik unter dem Motto Soul Place – Musik für die Seele. Dr. Stephan Vasel, Superintendent für den Kirchenkreis Hameln-Pyrmont, eröffnet das Festival. Hamelns Oberbürgermeister Claudio Griese spricht ein Grußwort.
Soul Place bietet Newcomern eine Bühne
Nach den erfolgreichen Veranstaltungen 2022 in Großenwieden und 2024 in Rinteln schließt das Bandfestival 2026 in Hameln an das von Band und Besuchern viel gelobte Format an. Das Programm wird professionell gefilmt und auf eine Videowall vor Ort gesendet, auf die für die Zuschauenden eine gute Sicht besteht. Zwischen den Auftritten der Bands und den Umbaupausen auf der Bühne gibt es Interviews mit spannenden Personen.
„Highlights sind das offene Singen am Freitagabend mit Gospelkantor Jan Meyer und Band, ein Kindersingen am Samstagmittag sowie tanzbare Musik der Band Independent zum Finale am Samstagabend“, freut sich Popkantor Marco Knichala. Für eine Schulband aus Hameln ist Soul Place auch eine gute Gelegenheit, bekannt zu werden. „Wir wollen Newcomern eine Bühne bieten. Wer bei unserem Schulcontest dabei sein möchte, der schicke einen Live-Mitschnitt von einer Probe, ein kurzes Programm und warum ihr die Richtigen für den Auftritt beim Bandfestival seid“, erklärt Knichala den Wettbewerb. Bewerbungen nimmt er unter seiner Mailadresse marco.knichala@evlka.de entgegen.
Großer Bandgottesdienst am Sonntag
Neben der Musik verschiedener Genres wie Rock, Pop, Gospel und Soul, erwarten die Besucherinnen und Besucher Essen, Getränke und viele nette Begegnungen. Am Sonntag, 31. Mai, schließt sich um 10 Uhr ein großer Band-Gottesdienst auf der Hochzeitshaus-Terrasse an. Vor der Kulisse des Hamelner Rattenfängerspiels geht es dann um die Frage: Wofür sind wir heute verführbar? Warum eigentlich? Und gibt es christliche Perspektiven hierzu?
Das Festival ist für Menschen aller Altersklassen, Herkunft und Religion offen und steht für die positive Haltung der Ev.-luth. Kirche für Inklusion und Diversität. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt Hameln und der Polizei wurde ein Sicherheitskonzept für die zweitägige Veranstaltung erstellt. Rund 35.000 Euro betragen die Ausgaben für Technik, Personal, Sicherheit und Infrastruktur. Die Leitung des Bandfestivals liegt beim Kirchenkreis Hameln-Pyrmont und bei Marco Knichala, Popkantor im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont und im Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg.
Die Botschaft von Jesus in der heutigen Zeit
„Wir verbreiten mit dem christlichen Bandfestival die Botschaft von Jesus in die heutige Zeit – mit der Einbettung in die Hörgewohnheiten des 21. Jahrhunderts. Musikalische Vielfalt ist ein Ausdruck der Vitalität unserer Kirche, die sich kulturell breit aufstellt, weil die Menschen unterschiedliche Musikgeschmäcker haben“, unterstreicht Dr. Stephan Vasel, Superintendent im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont. Kirche sei gut darin das Alte – Orgelmusik – und das Neue – Popmusik zusammenzuhalten. „Die Kultur der Orgel hat sich längst ergänzt zum Beispiel durch Schlagergottesdienste, die im Kirchenkreis aktuell sehr gut besucht sind“, sagt Vasel. „Lieder von Bob Dylan und Coldplay passen perfekt zu Gottesdiensten. Wir machen das mit Liedern aus den 70er und 80er Jahren wie Luther früher mit der Volksmusik. Bei Menschen verbinden sich Kreise – Lebenskreise, Glaubenskreise, Musikkreise“, weiß Knichala aus seiner Arbeit als Popkantor „Religiöse Musik gehört zum Leben, einfach weil sie einen Bezug dazu hat“, betont Mitveranstalter Christian Schwewe, Superintendent im Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg.
Highlight am Freitag – Gospelkantor Jan Meyer
Den Auftakt macht am Freitag, 29. Mai, um 18 Uhr Popkantor Uli Meyer aus der Landeskirche Schaumburg-Lippe. Der Saxophonist und Klavierspieler tritt mit Marco Knichala und zwei Sängerinnen auf. Eine davon ist die in Hameln bekannte Melanie Dörpmund. Um 19 Uhr folgen Three:nity mit Jazzkantor Mario Ehrenberg-Kempf aus dem Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt und seinem angejazzten Kirchenrepertoire. Sands of time betreten um 20 Uhr die Bühne auf der Hochzeitshausterrasse. Die Bluesband ist bekannt für ihre Bläsersektion. Ein Highlight im Ensemble ist Blues Harp-Spieler Harm Cyriacks. Auch Popkantor Marco Knichala mischt hier mit. Den Freitagabend beschließt um 21 Uhr Gospelkantor Jan Meyer mit seiner Band mit dem Public Singing. Der Beauftragte für Popularmusik in der hannoverschen Landeskirche ist bekannt vom Weihnachtslieder-Singen im Stadion von Hannover 96. Mitsingen ist einfach, da der Text auf einer großen LED-Leinwand erscheint.
Welche Schülerband betritt am Samstag die Bühne?
Zu den Highlights am Samstag, 30.Mai, gehört gleich morgens um 11 Uhr der poppige und jazzige Auftritt von Maranatha. „Die spielen moderne Gottesdienstmusik“, weiß Marco Knichala. Mittags um 12 Uhr betreten Johanna Elstrod und Band die Bühne. Die JL-Band ist eine Gottesdiensterfahrene Kirchenband aus Rinteln. Von Abba bis Reinhard Mey reicht das Repertoire der Weserband. Sie betritt zusammen mit dem Popkantor um 13 Uhr die Bühne auf der Hochzeitshausterrasse und ist bekannt für ihre Schlagergottesdienste im Kirchenkreis.
Auch an die kleinsten Festivalteilnehmer ist gedacht: Singen, klatschen und springen heißt es am Samstag um 14 Uhr beim Kindersingen mit Marco. Um 15 Uhr steigt die Spannung: Welche Schülerband betritt wohl die Bühne, um eine Kostprobe ihres Könnens zu geben?
Konfisongs und Chartbreakermusik gehören zur Bandbreite der Jugendband Lauenau. Ihr gehört ab 16 Uhr die Aufmerksamkeit des Publikums. Hinter Monday Music verbirgt sich eine Ü 40-Gruppe ebenfalls aus Lauenau, die für den Sound der 1980er Jahre ab 17 Uhr auf der Bühne steht. Von Peter Gabriel bis Police reicht ihr Programm.
Zum Abschluss knackige Chartmusik und Party
Aus Sorsum im Landkreis Hildesheim steigt das Alcantara Ensemble um 18 Uhr auf die Bühne – eine Band für Kirche und mehr. Higher Ground sind bekannt vom Blues- und Bettag in Beckedorf bei Bad Nennforf. Hits der 1970er Jahre von Doobie Brothers bis zu Dire Straits zählen zu ihrem bluesigen und groovigen Repertoire, das Zuschauende ab 19 Uhr genießen können. Rock und Pop aus Rodenberg verkörpern XLR&Klinke. Folking und poppig kommt das Ensemble ab 20 Uhr mit einem Mandolinenspieler daher. Den bunten Reigen aus kirchlicher und weltlicher Musik bei Sound Place schließen am Samstag um 21 Uhr Independent. „Die Truppe ist jung und spritzig. Hameln kann sich auf knackige Chartmusik und zum Abschluss auf eine tolle Party freuen“, verspricht Popkantor Knichala. Das gesamte Musik-Programm steht unter https://www.kirchenkreis-grafschaft-schaumburg.de
Förderer und Sponsoren
Das Bandfestival hat eine ganze Reihe von Förderern und Sponsoren. Zu ihnen gehören der Kirchenkreis Hameln-Pyrmont, der Kirchenkreis Grafschaft Schaum-burg, die Sprengel Hildesheim und Hannover sowie das Netzwerk Popular. Ebenfalls finanziell an Soul Place beteiligen sich der Landschaftsverband Hameln-Pyrmont, die Calenberg Grubenhagen Landschaft, die Kulturförderung Hameln, die Heimat-förderung der Sparkasse Hameln-Weserbergland sowie die Melitta Labenski Stiftung.