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Ralf Hoffmann ist neuer Diakon im Sana Klinikum

Nachricht Hameln, 07. Mai 2026

Einsegnung durch Superintendent Dr. Stephan Vasel

Auch seine Frau Ute, Regionaldiakonin im Kirchenkreis Laatzen-Springe, begleitete Diakon Ralf Hoffmann bei seiner Einsegnung. Foto: Harald Langguth

Die Krankenseelsorge ist ein wesentlicher Bestandteil des Sana Klinikums in Hameln. In der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie werden jährlich mehr als 2.000 Patienten und Patientinnen behandelt sowie über 1.800 Operationen durchgeführt. „Hier geht es um Sorgen, Ängste, Hoffnung – und manchmal auch Abschied. Da braucht es jemanden, der da ist und zuhört, um die Medizin um eine menschliche und spirituelle Dimension zu ergänzen. Sie werden die Menschen hier begleiten und Ihnen guttun“, sagte Klinikmanager Patrick Maurer zur Einsegnung von Diakon Ralf Hoffmann am 5. Mai in einem Gottesdienst im Raum der Stille im Sana Klinikum. „Ich freue mich sehr auf die herausfordernde Aufgabe hier und möchte mir Zeit für die Patienten, aber auch die Mitarbeitenden nehmen und ihnen aktiv zuhören. Dafür möchte ich unter anderem im Raum der Stille da sein und meine Unterstützung anbieten“, hatte Hoffmann bereits an anderer Stelle gesagt.

Bei der Einsegnung durch Dr. Stephan Vasel, Superintendent im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont, begleiteten den neuen Diakon seine Frau Ute, Regionaldiakonin im Kirchenkreis Laatzen-Springe, und sein langjähriger Wegbegleiter und Freund Lars Schmitt, Küster der Christuskirchengemeinde Hildesheim. Auch die Grünen Damen aus dem Sana Klinikum hießen den neuen Diakon herzlich willkommen in seinem neuen Wirkungskreis. Hoffmann freut sich sehr auf die Zusammenarbeit mit den engagierten und ehrenamtlich tätigen Frauen: „Ich werde das bestehende Angebot meiner Vorgängerin Birgit Hodemann mit Ihnen sehr gerne fortführen. Die Umsetzung neuer Ideen wird sehr von den Bedarfen der Menschen in der Klinik abhängen. Vorstellen kann ich mir, kurze Andachten am Tag anzubieten, um auch gerade den Mitarbeitenden einen Impuls mit auf den Weg zu geben.“

Ralf Hoffmann verfügt bereits über viel Berufserfahrung. Unter anderem war er als leitender Jugendreferent in der Evangelischen Kirche im Rheinland tätig. Er arbeitete als Sozialarbeiter in der evangelischen Kinder- und Familienhilfe in Bruckhausen Krefeld. Es folgten Stationen bei der Stadt Gelsenkirchen und im Landkreis Hameln-Pyrmont. „Ralf Hoffmann hat Erfahrung mit Beratung und Begleitung, mit Andachten und Gottesdiensten. Seelsorge war für ihn bereits ein Thema, das nun im Kontext eines Krankenhauses noch einmal neu zum Schwerpunkt wird“, hob Superintendent Stephan Vasel bei der Einsegnung des neuen Diakons hervor.

Im Krankenhaus häuften sich Situationen, in denen professionelle Seelsorge besonders gefragt sei. „Es werden schwere Diagnosen überbracht. Und das Sterben und Abschiednehmen ist ein Teil der Wirklichkeit, die sich hier verdichtet. Bangen und Hoffen. Freude und Trauer, Heilung und Tod“, sagte Vasel weiter. Die Medizin sei schnell mit einer oft lebensrettenden Geschwindigkeit, die Seele dagegen langsam. „Ein Sprichwort sagt: Die Seele geht zu Fuß. Seelsorge hat Zeit, die Medizin oft nicht hat. Einer der Gründe, warum beide sich so gut ergänzen“, weiß der Superintendent. Um zu ermessen, wie es der Seele gehe, brauche es andere Herangehensweisen als bei den in einer Klinik gemessenen Zahlen, Statistiken und Grafiken. „Es gehört zu den Möglichkeiten der Religion, hier Formen und Ausdrucksmöglichkeiten zu finden. Manchmal aus dem Repertoire der Tradition, manchmal einfach aus dem Zuhören finden wir etwas, das uns Halt geben kann“, betonte Vasel.

Der Diakon wählte sich für seine Einsegnung diesen Bibeltext aus: „Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!“ „Dieser Psalm ist ein Zuspruch, der Ralf Hoffmann wichtig ist. Seelsorge als Beruf bedeutet nicht nur, für andere da zu sein. Seelsorge als Beruf bedeutet auch das Vertrauen, dass Gott mir die Kraft gibt, ein guter Begleiter zu sein. Dass wir nicht aus eigener Kraft handeln, sondern Gott um Segen, Halt und Unterstützung bitten können“, unterstrich der Superintendent in seinen Worten zur Einsegnung. Harald Langguth