Vom 11. bis 14. Juni wurde Verden wieder zum Treffpunkt für junge Menschen aus ganz Niedersachsen. Rund 2.000 Jugendliche, junge Erwachsene und Ehrenamtliche nahmen am Landesjugendcamp der Landeskirche teil. Mit dabei war auch die 23-jährige Nele Wissel aus dem Kirchenkreis Hameln-Pyrmont.
Nele befindet sich derzeit in der Ausbildung zur Erzieherin und engagiert sich seit vielen Jahren in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit. Neben ihrer Arbeit bei Konfirmandenfreizeiten gehört sie seit 2025 zum Leitungsteam der Aerzener Sylt-Freizeit. Bereits seit 2020 ist sie dort als Betreuerin aktiv.
Das Landesjugendcamp war für Nele bereits die dritte Teilnahme. Die Aufgabe begann dabei lange vor dem eigentlichen Camp. Gemeinsam mit vielen anderen Ehrenamtlichen wurden Programme vorbereitet, Materialien gestaltet, Aktionen geplant und die Veranstaltung auf Vorbereitungswochenenden organisiert.
„Man steckt schon im Vorfeld viel Arbeit hinein, aber genau das macht auch Spaß“, erzählt Nele. „Am Ende zu sehen, wie die Jugendlichen die Angebote annehmen und gemeinsam eine gute Zeit haben, ist ein tolles Gefühl.“ Besonders begeistert war sie von der Atmosphäre auf dem Gelände. „Die Stimmung war einfach richtig gut. Es wurde viel getanzt, gesungen und gelacht. Überall waren Menschen unterwegs, die Lust hatten, gemeinsam etwas zu erleben.“ Zu ihren persönlichen Highlights gehörten die Silent Disco und das große Bingo, das für viel Begeisterung sorgte. Neben den zahlreichen Programmpunkten blieb aber vor allem die Gemeinschaft in Erinnerung. Eine besondere Erfahrung war für den Sprengel Hildesheim-Göttingen die Zusammenarbeit mit dem Sprengel Ostfriesland-Ems. Erstmals teilten sich beide Gruppen ein gemeinsames Zelt. „Wir haben viele neue Leute kennengelernt und uns von Anfang an gut verstanden. Daraus sind viele schöne Begegnungen entstanden“, berichtet Nele.
Für die angehende Erzieherin ist das ehrenamtliche Engagement ein wichtiger Ausgleich zum Alltag. Sie schätzt die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, Gemeinschaft zu gestalten und junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Das Landesjugendcamp zeige dabei auf besondere Weise, wie viele Jugendliche sich in Kirche engagieren und wie lebendig kirchliche Jugendarbeit sein kann. Dass sie beim nächsten Landesjugendcamp in zwei Jahren wieder dabei sein möchte, steht für sie bereits fest. „Ich würde das Camp jederzeit weiterempfehlen. Man erlebt Gemeinschaft, trifft neue Menschen und sammelt Erinnerungen, die noch lange bleiben.“ Red.