Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Das wusste schon Matthias Claudius und begann damit 1786 sein Gedicht „Urians Reise um die Welt“. Am 21. Mai ging es zwar nicht um die Welt, aber per Bus für einen halben Tag in die neue Region Süd im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont. 46 Interessierte ließen sich diese Gelegenheit zur Erkundung der neuen Sozialräume nicht entgehen. Am 8. April hatte die Synode des Kirchenkreises bekanntlich einstimmig eine weichenstellende Entscheidung getroffen – aus sechs Regionen werden zwei.
„Ein Schritt auf dem Weg, wie wir in den neuen Regionen arbeiten wollen, ist die heutige Reise. Die Route wurde von der Kirchenkreiskonferenz erarbeitet. Nach vier Arten von Orten wurde gesucht: Heilige Orte, Zentrums-Orte, Energie-Orte und Nein-Orte. Und hinter jedem Vorschlag für ein Reiseziel steckt eine Idee, dass es etwas zu entdecken gibt, was sich für unsere kirchliche Arbeit als inspirierend erweisen kann“, schrieb Superintendent Dr. Stephan Vasel im Vorwort eines Reisejournals, das jeden Teilnehmenden anleitete zu notieren, was ihm im Laufe der Reise auffiel. Holger Nollmann und Peter Meißner, beide Sozialraumexperten der Landeskirche, begleiteten die Gruppe. Die beiden hatten die Haltungen für die Erkundungen formuliert und Reflexionsfragen wie diese gestellt: „Wir suchen den Ort des Staunens.“ „Was ist Gottes Botschaft für Dich, die Dir dieser Ort überbringt?“ „Was könnte hier neu wachsen? Was will hier zu Ende gehen?“ Sachkundig die Bereisung der einzelnen Orte begleiteten die zuständigen Pastoren, Pastorinnen und Kirchenvorstände.
Von Hemeringen über das Gut Posteholz ging es nach Reher in die Johanneskapelle. In Grießem bei Bad Pyrmont wurde aus dem Fenster geschaut. In Neersen gab es eine Kaffeepause und eine Besichtigung der Pauluskirche. In Hämelschenburg wurde die Kapelle besichtigt, in Kirchohsen der Bahnhof und an der Großen Kreuzung vorbeigefahren. In Börry verzauberte der Pfarrgarten die Teilnehmenden – in Hastenbeck die Kirche. Zurück in Hemeringen genossen alle ein fulminantes Abendessen und zum Tagesabschluss eine Andacht in der Petrus-Kirche.