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Berührender Anne-Frank-Tag

Nachricht Hameln, 15. Juni 2026
In einem Workshop konnte man mit der VR-Brille durch das Versteck von Anne Frank im Hinterzimmer eines Hauses in Amsterdam streifen. Foto: Michael Frey

200 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften, Ehrenamtliche, Pädagoginnen und Pädagogen aus drei Berufsschulen begingen am 12. Juni den Anne-Frank-Tag im Hamelner CineMotion-Kino.  Mit dabei: Prof. Dr. Gerhard Wegner, Antisemitismus-Beauftragter des Landes Niedersachsen und Bernhard Gelderblom, Historiker in Hameln. Beide gaben dem Tag eine besondere Tiefe mit ihrem Wissen und Erfahrungsschatz. die in 14 moderierte Workshops konnten im Vorfeld des Anne-Frank-Tags über die Volkshochschule Hameln-Pyrmont gebucht werden. Dabei ging es unter anderem um die Idee von Gemeinschaft – früher und heute, Schuldgefühle und -Wirklichkeiten und über das jüdische Leben im Weserbergland in Vergangenheit und Gegenwart. Gebucht werden konnte auch ein Virtual Reality-Rundgang durch das Versteck von Anne Frank im Hinterhaus in Amsterdam sowie eine Plakatausstellung des Anne-Frank-Zentrums Berlin.

Als persönliches Feedback zur Plakatausstellung sagte beispielsweise die Schülerin Alea: „Ich finde Annes Tagebuch ist sehr wichtig, weil es zeigt, wie Menschen im Nationalsozialismus gelitten haben. Durch ihre persönliche Geschichte kann man die damalige Zeit besser verstehen und daraus für die Zukunft lernen.“ Beeindruckend war, wie oft die jungen Menschen betonten, dass Erinnern für sie wichtig ist, um die Geschichte zu verstehen und dass sich faschistische Entwicklungen nicht wiederholen dürften. Anne Franks Geschichte, das Leben im Versteck, die VR-Brillen und die Workshops ermöglichten den Teilnehmenden persönliche Zugänge, um die Zeit des Nationalsozialismus nachzuvollziehen und emotional zu begreifen. Am Ende sah die Schülergruppe im CineMotion-Kino den Film „A real Pain!“

„Mein Dank gilt allen Mitwirkenden und damit den Lehrern und Lehrerinnen aus den drei Berufsschulen ERS, RBS und ESS, ehrenamtlich mitarbeitenden Schülern und Lehrern, dem Israel-Jacobson-Netzwerkes, dem Team vom Lern- und Erinnerungsort Bückeberg, der VHS Hameln-Pyrmont, dem Kulturbüro der Stadt Hameln, der großzügigen Freundlichkeit von Jonas Sefeke, dem Geschäftsführer des CineMotion Kinos Hameln als unserem Veranstaltungsort.  Das war ein bunter, kreativer und in seiner unterschiedlichen Wahrnehmung würdiger Anne Frank-Tag 2026“, betont Berufsschuldiakon Michael Frey. Red.