In allen Kirchengemeinden des Kirchenkreises gibt es an diesem Wochenende landauf, landab, Schulanfängergottesdienste. Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakone und Lektorinnen und Lektoren haben alle Hände voll zu tun. Insgesamt haben die Einschulungsgottesdienste in den vergangenen Jahren im Kirchenkreis sehr an Bedeutung gewonnen. So passten 2025 in Flegessen gar nicht alle, die dabei sein wollten, in die Kirche. Fast immer kommt so etwas wie Heiligabendstimmung auf. Die Einschulungsgottesdienste bieten die Gelegenheit, sehr viele Menschen – kleine und große – mit religiösen Themen in Verbindung zu bringen. Da entsteht ein großes Wir-Gefühl, eine große Plattform für das Wirken des Heiligen Geistes. Auch wenn manchen Begleitende nur den Kindern zuliebe die Schwelle zur Kirche überschreiten. Wir haben mit einer Pastorin gesprochen, die an diesem Wochenende gleich drei Einschulungsgottesdienste macht – Barbara Daentzer, zuständig für die Seelsorge für die Petri-Pauli-Gemeinde Bad Münder, die St. Martini-Gemeinde Hachmühlen und die St. Petri-Gemeinde Flegessen und darüber hinaus für Bakede und Eimbeckhausen.
Drei Einschulungsgottesdienste so kurz hintereinander, das ist stressig. Wie schaffst Du das, Barbara?
Ich empfinde das nicht als stressig. Erstens gibt es ja in Bad Münder Stadt die schöne Tradition, den Einschulungsgottesdienst am Abend vor der schulischen Einschulungsfeier zu gestalten. Dadurch entzerrt sich das Ganze - nicht nur für die Kinder und Familien sowie die Lehrkräfte, sondern auch für mich. Zweitens arbeite ich unheimlich gerne mit Kindern zusammen und für sie. Sie sind immer so gebannt dabei, werden auch mit einbezogen und die Sprache ist für sie gut verständlich. Außerdem gibt es beim inhaltlichen Teil immer etwas zu sehen. Häufig ist der Kirchenrabe mit dabei. Und den Kindern mit Handauflegung die Begleitung Gottes zuzusagen - was kann es Schöneres geben?
Kinder sind ja nicht unbedingt ein Publikum, das es gewohnt ist, lange still zu sitzen. Wie erhältst Du Dir ihre Aufmerksamkeit?
Das gelingt mir über die leichte Sprache, das Visuelle, kindgerechte Lieder oft mit Bewegungen. Natürlich gelingt es nicht bei allen gleichermaßen. Aber insbesondere bei den Kindern, die durch die Kindergartenandachten oder die KinderKirche mit biblischen Geschichten vertraut sind. Die wissen ja auch, dass sie etwas Schönes erwartet. Herausfordernder ist es, die Erwachsenen ruhig zu halten.
Du hast eine Ausbildung zur Erzieherin gemacht. Hilft Dir das im Umgang mit den Kindern?
In jedem Fall. In den Praktika im Regelkindergarten und in sonderpädagogischen Einrichtungen habe ich viel darüber gelernt, welche Inhalte in welchem Alter auf welche Weise nahegebracht werden können. Aber ich muss schon zugeben, dass gerade in der ersten Zeit das Feedback der Mitarbeitenden insbesondere im Arche Noah-Kindergarten in Bad Münder mir sehr geholfen hat, noch weiter zu elementarisieren.
Was möchtest Du den angehenden Schülerinnen und Schülern über deine Gottesdienste vermitteln?
Dass sie keine übertriebene Sorge haben sollen vor dem Neuen, das sie erwartet. Dass neben und in Menschen Gott selbst an ihrer Seite ist und jedem und jeder einzelnen seine Begleitung und Hilfe zusagt. Barbara Daentzer, Harald Langguth
Hier der Link zu den Einschulungsgottesdiensten im Kirchenkreis an diesem Wochenende: https://www.kirche-hameln-pyrmont.de/kirchengemeinden/gottesdienste