In unserer Welt erleben wir gerade, wie Kriege sich ausbreiten und Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Auch bei uns wird der Ton rauer. Menschen werden gegenseitig ausgespielt, Unterschiede betont, Feindbilder gepflegt, Regenbogenfahnen abgerissen. Menschen, die anders leben oder lieben, werden bedroht oder gar angegriffen. Und es gibt Kandidaten für politische Ämter, die Stimmen gewinnen wollen, indem sie Bevölkerungsgruppen schlecht machen und mit Missgunst überziehen. Nationaler Stolz, der andere abwertet mit Einteilung von Menschen in „Die“ und „Wir“ schürt Hass auf Andere und führt zu Gewalt. Das kann letztlich zu Kriegen führen.
Demokratisches Bewusstsein fördern
Die Gruppe „Demokratie leben Bad Münder“ hat das Ziel, das demokratische Bewusstsein zu fördern. Die parteiübergreifende Gruppe setzt sich ein für eine demokratische, vielfältige und tolerante Gesellschaft und engagiert sich gegen Rassismus, Nationalismus und Menschenverachtung. "In Bad Münder wollen wir in diesem Jahr den 1. September bewusst begehen. Es ist der Jahrestag des Beginns des 2. Weltkriegs, der Antikriegstag. Von 17 bis 20 Uhr gibt es etliche Aktionen in der Innenstadt von Bad Münder. Zu dem Abend in der Innenstadt Bad Münder sind Menschen aus dem ganzen Kirchenkreis willkommen", betont Pastor Dietmar Adler.
17 Uhr
Führung zu Erinnerungsorten mit Dr. Kai Witthinrich, beginnend am Ort der Synagoge Deisterallee/Junkernstraße. Dann weiter zu den Stolpersteinen/Obertorstraße und dem Ort der Deportation am Feuerteich mit der KGS Bad Münder
18 bis 20 Uhr
Marktstraße/Echternstraße: Zahlreiche Aktionen mit Schülern der Grundschulen Eimbeckhausen und Flegessen und des OHG Springe. Es singt der Grundschulchor Bad Münder. Kirchhof/Süd- und Ostportal der Petri-Pauli-Kirche: Es singen die Chöre „Sing and Swing“ aus Eimbeckhausen und der Projektchor Schola/Dorfchor Egestorf. Museum Bad Münder/Kellerstraße: Sonderöffnung der Ausstellung: Der Dreißigjährige Krieg im Deister-Süntel-Tal. Dietmar Adler
Gedenkveranstaltung in Hameln
Der Evangelische Jugenddienst im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont beteiligt sich an einer Gedenkveranstaltung der Stadt Hameln zum Antikriegstag um 17 Uhr. Treffpunkt ist das Denkmal für Zwangsarbeiter am Ufer der Weser. Auch Vertreter des Lernorts am Bückeberg sind dabei. Vom pädagogischen Team sprechen Aljoscha Napp und Jan Waitzmann. Hauptredner auf der Gedenkveranstaltung ist Hamelns Oberbürgermeister Claudio Griese. Harald Langguth