Hemeringen. Beim Erntedankfest-Gottesdienst am Sonntag, 5. Oktober, um 14 Uhr wurde sie in der Petrus-Kirche in Hemeringen von Superintendent Dr. Stephan Vasel verabschiedet: Pastorin Dagmar Knackstedt-Riesener. Seit Mai 2002 war sie gemeinsam mit ihrem Mann Jens Riesener in der Kirchengemeinde Hemeringen-Lachem seelsorgerisch tätig gewesen. Geboren 1962 in Hannover studierte sie in Marburg und Göttingen. Ihr 1. theologisches Examen machte sie 1991 in Göttingen. Ihr Vikariat absolvierte Knackstedt-Riesener von 1992 bis 1994 in Uslar, das 2. theologische Examen 1994. Von 1994 bis 1998 arbeitete sie mit ihrem Mann in Esens. Dort wurden beide auch 1998 gemeinsam ordiniert. Das Paar ist seit 1995 verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.
„Gern habe ich Menschen in Grenzsituationen ihres Lebens begleitet. Nicht wegsehen, sondern hingehen: Das war meine Aufgabe“, schreibt die Pastorin im Gemeindebrief. Bereits direkt nach ihrer Konfirmation habe sie sich zunächst ehrenamtlich als Mitarbeiterin Gottes auf Erden engagiert – und damit seit fast 50 Jahren. „Mein ganzes Leben habe ich Gott und den Menschen gedient. Ich bin die Wege der Fröhlichen mit Lachen mitgegangen – und die Wege der Weinenden mit Mitgefühl. Wir haben viel gelacht, bei Taufen und Hochzeiten, im Konfirmandenunterricht, bei Festen und im Kirchenvorstand. Unsere Gemeinde wird von einem sehr guten Kirchenvorstand geleitet – bitte schätzen Sie das wert.“
Dagmar Knackstedt-Riesener dankt ihren Eltern, die es ihr als erste in der Familie ermöglicht hatten, das Abitur zu machen und zu studieren. Ihr Dank gilt auch ihren Kindern, die im Pfarrhaus aufgewuchsen und die Sieben-Tage-Woche immer mitgetragen und manchmal ertragen haben. Ihrem Mann dankt die Pastorin für seine Hilfe und Unterstützung sowie die Zusammenarbeit über all‘ die Jahrzehnte. Der Gemeinde dankt sie für ihr Vertrauen. Dazu zitiert sie den Apostel Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Rom: „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.“ Harald Langguth