KV

Einen Blick in die Seelen von Menschen gewagt

Pressemitteilung Hameln, 29. Oktober 2025
Superintendent Dr. Stephan Vasel entbindet Pastorin Birgit Löhmann von ihren Pflichten. Foto: Gerda Schmalkuche

Hameln. Am 29. Oktober ging Pastorin Birgit Löhmann, Diakoniebeauftragte in den Ruhestand. Superintendent Dr. Stephan Vasel entband die Diakoniebeauftragte im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont und Seelsorgerin in mehreren Rehakliniken in Bad Pyrmont in einem Gottesdienst in der Krypta des Münster St. Bonifatius von ihren Pflichten. 

„Ich bin seit 2016 Seelsorgerin in verschiedenen Rehakliniken in unserem Kirchenkreis. Ich empfinde es als einen Glücksfall, dass ich so beides einbringen konnte: Als Seelsorgerin für Menschen da sein, ebenso aber auch im Diakonievorstand mitzudenken und mitzugestalten. Dabei habe ich tiefe Einblicke in die vielfältige Beratungsarbeit bekommen, die in unserem Kirchenkreis geleistet wird. Ich möchte jeder und jedem den aktuellen Jahresbericht der Diakonie 2024 ans Herz legen. Darin erfahren Sie viel über unsere Mitarbeitenden und ihre großartige Arbeit!“ weiß Birgit Löhmann.

„Wenn Frau Löhmann von ihrer Arbeit in der Diakonie und Seelsorge berichtet, dann kann man nicht anders, als sich begeistern zu lassen und dankbar zu sein. Dankbar, dass sie mit ihrem hohen Engagement und Fachwissen für andere Menschen da ist. Dankbar, dass sie wichtige Spuren bei den Menschen hinterlässt. Wir wünschen ihr für den Ruhestand alles Gute und Gottes reichen Segen“, sagt Jan Sören Damköhler, stellvertretender Superintendent im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont. 

Die Pastorin mit einer klinischen Seelsorgerausbildung und einer Weiterbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie und systemischer Transaktionsanalyse hat einen sehr abwechslungsreichen Lebenslauf – eine Auswahl: Von der Pastorin an der Lutherkirche in Soltau und Berufsschulamt von 1998 bis 2004 über die Oberin der Christophorus Schwesternschaft und Leitung der Christophorus Gesundheits- und Krankenpflegeschule von 2004 bis 2006 in Bad Pyrmont. Von der Vorstandsreferentin im Diakoniekrankenhaus Rotenburg/Wümme von 2009 bis 2012 bis zur Vorsteherin und Theologischen Geschäftsführerin im Friederikenstift/Diakovere in Hannover bis 2015. Von 2009 bis 2012 absolvierte Birgit Löhmann berufsbegleitend ein Masterstudium in Diakoniemanagement an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel.

Nach einer Zwischenstation von 2015 bis 2016 als Seelsorgerin an der Universitätsmedizin Göttingen ist Birgit Löhmann mit einer dreiviertel Stelle Klinikseelsorgerin in den Rehaeinrichtungen der Rehasan-Gruppe (Fachklinik Weserland) und des Rehazentrums Bad Pyrmont. Dazu gehören die Fachkliniken Weser, Friedrichshöhe und Brunswiek. Mit einer viertel Stelle arbeitet die Pastorin als Diakoniebeauftragte und Diakonievorstand im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont.

Seit 2004 lebt die engagierte Seelsorgerin mit ihrer Frau in Bad Pyrmont, wo sich der größte Teil ihrer aktuellen Aufgabengebiete befindet: „Ich bin unendlich dankbar für die vielen Möglichkeiten, die Kirche mir eröffnet hat. Der innere rote Faden war für mich, dem Geheimnis der göttlichen Gegenwart auf die Spur zu kommen und an der Seite von Menschen zu sein. Beide Fäden sind für mich wesentlich in meinem Sein als Seelsorgerin zusammengeflossen. Menschen zu begleiten zu dürfen, einen Blick in ihre Seelen zu wagen: Das ist es, was mich am meisten erfüllt.“

Birgit Löhmann freut sich jetzt auf mehr Zeit mit den Familien ihrer Kinder und Enkelkinder, auf Zeit in der Natur und für Menschen, die ihr wichtig sind „Und dem göttlichen Geheimnis, das in und um uns ist, bleibe ich weiter auf der Spur. Alles dies lasse ich nun einfach auf mich zufließen. Wunderbar!“ Harald Langguth