Hameln. Mit einem Festgottesdienst wurde Pastor Thomas Müller am Sonntag, 5. Oktober, um 10 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in den Ruhestand verabschiedet. Die Predigt hielt Superintendent Dr. Stephan Vasel. Für die musikalische Untermalung sorgten der Posaunenchor und die Klingelbeutelband. Im Anschluss lud die Kirchengemeinde zum Beisammensein bei Kaffee und Imbiss in den Saal des Gemeindezentrums Brucknerstraße ein – mit Raum für Begegnungen und gute Gespräche.
Seinen Dienst in der Martin-Luther-Kirchengemeinde angetreten hatte Thomas Müller am 1.9.1999. „Er hat in 26 Jahren viele Kinder getauft, Jugendliche konfirmiert, Paare getraut, Trauernde begleitet, Gottesdienste gestaltet und unzählige Gespräche geführt. Er war Seelsorger, Mutmacher, Zuhörer, Ideengeber, kurz: Ein Mensch, der unsere Gemeinde geprägt und bereichert hat“, charakterisiert ihn Jürgen Stoffregen, Vorsitzender des Kirchenvorstands.
Schwerpunkt von Thomas Müllers Wirkens in der Gemeinde sei die Arbeit mit Konfirmanden und Jugendlichen gewesen, die er immer abgeholt und erreicht habe. Viele dieser jungen Menschen erhielten durch ihn den Anstoß sich in der Kirche zu engagieren. In seiner seelsorgerischen Arbeit wurde er besonders wegen seines Einfühlungsvermögens und seiner Zugewandtheit geschätzt. Wenn angepackt werden musste, war er immer da: Bühnen bauen, Lichtanlagen installieren, Gemeindefeste organisieren, Konfirmanden-freizeiten betreuen – die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
„Tom Müller hat in der Zeit seines Wirkens auf seine oft raubeinig-humorvolle Art die Herzen der Menschen gewonnen. Mit einem weinenden Auge verabschieden wir uns von einem besonderen Menschen in unserer Gemeinde“, schreiben der Kirchenvorstand und engagierte Mitglieder im jüngsten Gemeindebrief. Man wünsche ihm für den wohlverdienten Ruhestand viel Zeit zum Fliegen, für Musik, alte und neue Hobbies – und das alles bei bester Gesundheit. Harald Langguth