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"Siehe ich mache alles neu: Heike Claus-Römer interpretiert Jahreslosung über gemalte Hände

Pressemitteilung Hameln, 22. Dezember 2025

Vorstellung beim Silvester-Kunstgottesdienst am 31.12. um 17 Uhr in der Marktkirche

Künstlerin Heike Claus-Römer und Superintendent Dr. Stephan Vasel präsentieren das Bild zur Umsetzung der Jahreslosung "Gott sprich: Siehe, ich mache alles neu!" (Off. 21,5). Foto: Harald Langguth

„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ So heißt die Jahreslosung in der Offenbarung 21,5 für 2026. Für die künstlerische Umsetzung beauftragte der Kirchenkreis Hameln-Pyrmont Künstlerin Heike Claus-Römer aus Hastenbeck. Mit der Aktion möchte Superintendent Dr. Stephan Vasel die regionale Vernetzung von Religion und Kultur voranbringen. Heike Claus-Römer ist bereits die dritte Künstlerin aus dem Weserbergland, die mit der künstlerischen Umsetzung der Jahreslosung beauftragt wurde. Aus dem Bild entstehen auch die Grußkarten der Superintendentur für das kommende Jahr sowie ein Magnet, der sich vor allem gut auf Kühlschränken macht. Stephan Vasel stellt Heike Claus-Römer und ihre Interpretation der Jahreslosung mit unterschiedlichen Händen am 31. Dezember um 17 Uhr beim Silvester-Kunstgottesdienst in der Marktkirche vor. Jede und jeder ist herzlich eingeladen daran teilzunehmen.

„Meine Grundidee war es, eine Brücke von der Jahreslosung zu den Menschen zu schlagen“, sagt die Künstlerin. Im nächsten Schritt überlegte sie sich, für welche Menschen sie das machen wollte. Die Antwort war für sie einfach – für alle. „Wer sind alle Menschen?“ lautete meine nächste Überlegung. Alle – von jung bis alt vom Kind bis zum alten Menschen. Das wusste ich dann schnell“, erklärt Heike Claus-Römer. Verschiedene Menschen haben verschiedene Hauttypen: So steht die Kindeshand neben einer mittelalten braunen Hand und die wiederum neben einer Seniorenhand. Eine Hand ist tätowiert, die nächste weist zwei fehlende Fingerkuppen auf. „Ich wollte verschiedene Hauttypen zeigen – von unversehrt bis gezeichnet“, berichtet die Künstlerin weiter von ihren Überlegungen. Das Ganze malte sie in Öl auf Leinwand.

„Zunächst habe ich auf Papier die Proportionen der Hände vorgezeichnet – von speckig über faltig bis knochig“, erklärt Claus-Römer. Dann grundierte sie die weiße Leinwand mit Grautönen und übertrug darauf die Vorzeichnungen. Anschließend malte sie alles in Öl aus. Die Hände richtete sie dabei senkrecht zur Jahreslosung aus. „Mein erster Gedanke war ein Kreis mit der Losung in der Mitte. Aber das habe ich verworfen, denn bei der Kontaktaufnahme richten sich die Blicke nach oben und nicht nach unten“, weiß die Künstlerin. Das erleichtere dem Betrachter auch die Orientierung, ist sie sich sicher.

„Von Lebensanfang bis Lebensende: Ich möchte mit meinem Motiv Hilfe, Trost, Veränderung und Zuversicht ausdrücken. Die Hände – von der Arbeiterhand bis zur manikürten Hand – wenden sich dabei auf dem Bild der darüberstehenden Jahreslosung zu. Sie symbolisieren für mich die Bandbreite der Gesellschaft“, berichtet Heike Claus-Römer über ihre Gedanken bei der Entstehung ihres Werks. Die Künstlerin ist Mitglied bei Artes Wesera, der Interessengemeinschaft Kunstschaffender im Weserbergland. Mit ihren fotorealistischen Arbeiten hat sie sich im Weserbergland einen Namen gemacht.

„Malen ist für mich so notwendig wie Atmen“, sagt Heike Claus-Römer. Bei ihren Arbeiten legt sie ihren Schwerpunkt auf den durch die Pop-Art beeinflussten Fotorealismus. Aber auch Öl- und Aquarellmalerei zählen zu ihren Kernkompetenzen. Durch ihre Leidenschaft für die Malerei absolvierte die Künstlerin erfolgreich ein Studium für Kommunikationsgestaltung. Als Motive bevorzugt sie Objekte und Szenen aus dem Alltag wie Haribos, Blau- und Himbeeren, Macarons und Eisbecher. Die Künstlerin spielt bei ihren Motiven auch gerne mit Licht und Schatten. Harald Langguth