KV

Stern gerettet - Danke Hameln

Pressemitteilung Hameln, 30. Dezember 2025

Eine 5000 Euro Spende kam sogar aus dem fernen Hamburg

Trio auf der Münsterbrücke (v.l.): Anke Wehrmann, Stephan Vasel und Christoph Herbold freuen sich über die gelungene Spendenaktion "Ein Stern für Hameln". Foto: Harald Langguth

Hameln. Ende Oktober 2025 startete der Förderverein „Freunde und Förderer des Münsters St. Bonifatius zu Hameln“ seine Aktion zur Rettung der 6,20 Meter großen sogenannten „Turmbekrönung“, die sich auf dem ältesten Turm der Rattenfängerstadt befindet. Als Blickfang war seit Anfang November eine Bannerwerbung in der Größe von 3,20 Meter x 14,50 Meter am Gerüst des Münsters aufgehängt, die den Slogan „Ein Stern für Hameln“ trägt. Bis zum 31.12.2025 mussten 40.000 Euro aufgebracht werden, um das bis Mitte April 2026 stehende Gerüst nutzen zu können.

Seit heute schmückt ein dreimal drei Meter großes grünes Banner den Westturm mit der Aufschrift: „Stern gerettet, Danke Hameln!“ Seit Veröffentlichung der Aktion „Ein Stern für Hameln“ in der DeWeZet am 3. November sind insgesamt 165 Spenden von 10 Euro bis 20.000 Euro mit einem Erlös von 38.621,08 Euro (Stand 29.12.25 morgens) für die Rettung der Turmbekrönung auf dem Konto des Fördervereins eingegangen.

„Wir wollen uns bei den vielen Hamelnerinnen und Hamelner mit dem Banner bedanken, dass wir gemeinsam den kleinen Stern auf dem Wahrzeichen der Stadt Hameln gerettet haben“, sagt Anke Wehrmann, die Vorsitzende des Fördervereins. „Jede Spende machte einen Unterschied. Aber erst mit dem Eingang der großartigen Unterstützung des Clubs zur Harmonie von 1819 wusste ich, dass wir das Ziel erreichen“, erläutert Kassenwart Udo Hagemann. Dass diese altehrwürdige Hamelner Vereinigung die Hälfte des benötigten Betrages beigesteuert hat, bezeichnet er als Wunder.

„Als jemand, der in diesem Jahr neu nach Hameln gezogen ist, bin ich von der Hilfsbereitschaft zugunsten des Münsters überwältigt“, bekennt Pastor Christoph Herbold. „Insbesondere die großzügige Hilfe der benachbarten katholischen Kirchengemeinden St. Augustinus und St. Elisabeth haben mich berührt. In den 25 Jahren, die ich als Pastor in der Ökumene unterwegs bin, habe ich das so noch nicht erlebt.“ Viele Spenden sind mit einer persönlichen Geschichte im Zusammenhang mit dem Münster verbunden. „So kamen aus dem fernen Hamburg 5.000 Euro – der Spender hatte online in der DeWeZet von der Not des Münsters gelesen“, sagt Anke Wehrmann.

Besonders hervorzuheben sind die Unterstützung in der Weihnachtsgabe der Stadtwerke Hameln Weserbergland, die Aufnahme in „Heimatförderung. Die Förderplattform der Sparkasse Hameln-Weserbergland“, der Sparkassenstiftungen, der Bürgerstiftung Weserbergland sowie der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung. Auch das Kunstreferat der Landeskirche Hannover hat sich mit einer Spende an der Aktion „Ein Stern für Hameln“ beteiligt. „Großartig, dass in so kurzer Zeit so viel gelungen ist. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass man in der Hamelner Stadtgesellschaft etwas gemeinsam erreichen kann. Darüber freue ich mich sehr“, betont Dr. Stephan Vasel, Superintendent im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont.

„Aktuell fehlen noch 1.378,92 Euro. Aber gemeinsam schaffen wir das. Zumal ich noch von einigen Menschen gehört habe, dass sie sich noch beteiligen wollen“, berichtet Pastor Herbold. Ein Benefizkonzert der Wilhelm Homeyer Musikschule der Stadt Hameln am
6. Januar um 18 Uhr im Münster unterstützt die Spendenaktion.


Dank mit Zeitkapsel

Als Dank für jede Unterstützung wird im März 2026 eine Zeitkapsel gefüllt, die in die große, goldene Kugel der Turmbekrönung eingeschlossen wird. In dieser Zeitkapsel werden die Namen aller Unterstützer ebenso verzeichnet wie Dokumente unserer Zeit. „Wenn die Turmbekrönung wieder 125 Jahre auf dem Münster steht, werden Menschen aus dem Jahr 2150 von uns erfahren“, sagt Anke Wehrmann. Das Bekrönungsfest ist für den 10. April 2026 geplant. Unter https://einsternfuerhameln.wir-e.de finden sich Bilder der beschädigten Turmbekrönung, die Namen prominenter Unterstützer der Aktion und die Möglichkeit, online zu spenden. Christoph Herbold