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Was für eine Schweinerei!

Pressemitteilung Tündern, 17. April 2018

Johanne-Lücke-Stiftung plant großes Schlachtefest in Tündern.

(Hameln / Tündern) Bereits seit 15 Jahren hegt und pflegt die Stiftung das Erbe von Frau Johanne Lücke in Tündern. Dies besteht im Wesentlichen aus ihrem Ackerland und Vermächtnissen und Zustiftungen weiterer Personen und folglich den daraus resultierenden Erträgen. Die Landwirtsfrau hat dies damals der hiesigen Kirchengemeinde vermacht und seither kümmert sich die eigens gegründete Johanne-Lücke-Stiftung höchst engagiert um das Erbe und den Ausbau des Kapitalvermögens. Mit zahlreichen Projekten und Aktionen wird das kirchliche Leben in Tündern maßgeblich unterstützt. 

Und jetzt das: Mit Unterstützung der Sparkasse Hameln-Weserbergland plant die Stiftung das größte Schlachtefest weit und breit!

Ein Schwein zu mästen ist an sich nichts Besonderes. 500 Schweine dagegen durchaus! Und ein Fest zu feiern ist an sich auch nichts Ungewöhnliches. Ein Schlachtefest für 500 Sauen dagegen durchaus! Auch wenn sie eher von kleinem Wuchs sind, so sind sie doch sehr gefräßig. Und da die kleinen roten Haustiere nicht als Spanferkel enden sollen, plant die Johanne-Lücke-Stiftung eine ordentliche Mastzeit ein. Am Konfirmationsfest in Tündern, am 29. April, und zum Himmelfahrtsgottesdienst, am 10. Mai, „An der Hellbachbaude“ werden die „kleinen Roten“ nun zur Mast freigegeben. Gut ein halbes Jahr später, am 16. November, sollen alle 500 vollgefressenen Tiere dann gemeinsam auf dem „Hasenjäger-Hof“ zum großen Schlachtefest geführt werden. 

Das Futter besteht übrigens ausschließlich aus Euro-Scheinen und -Münzen. Aus gutem Grund, denn nur diese Futtersorte wird zusätzlich noch speziell honoriert: Die Evangelische Landeskirche Hannovers bonifiziert alle Zustiftungen (Zufütterungen) nach dem Motto „Aus drei mach vier“. Das heißt, auf jeden dritten angefressenen Euro füttert sie noch einen Euro drauf. Und das ist damit Anstoß für die Johanne-Lücke-Stiftung gewesen, sich eine große Schweinerei auszudenken, natürlich zum Wohle der St. Christophorus-Kirchengemeinde Tündern. Das geht allemal nur mit Hilfe vieler „Fütterstellen“. Dazu zählen Privathaushalte, aber auch Firmen und Einrichtungen. Ganz besonders freut sich der Stiftungsvorstand, im Vorfeld der Aktion mit der Sparkasse Hameln-Weserbergland eine großzügige Unterstützerin gefunden zu haben. Dank dieser Partnerschaft können die vielen kleinen Säue auf ihren Weg gebracht werden. Und zum Schlachtefest im November dürfen sich jetzt schon hunderte Schweinehalter auf ein leckeres Schlachteessen mit Musik und Tombola freuen. 

Was für eine Schweinerei! Die Schlachtefest-Fundraising-Aktion der Johanne-Lücke-Stiftung könnte nicht besser zu ihren Ursprüngen passen. Ist es doch eine Bauersfrau aus Tündern gewesen, die mit ihrem Erbe erst die Stiftung ins Leben gerufen hat. Und diese fährt nun gerne und stolz die Ernte ein. Mögen sich Stiftung und Kirchengemeinde nun freuen auf 500 prall gefüllte Säue und schlussendlich zum Schlachtefest sagen können: Schwein gehabt!

Text und Bild: Heike Beckmann, Öffentlichkeitsbeauftrage & Fundraiserin im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont