Greta Behr und Münsterorganist David Thomas verbinden im Münster St. Bonifatius Hameln Passion und Kriegserfahrungen musikalisch miteinander.
Dazu haben sich die beiden jungen Preisträger:innen den Zyklus "Via Crucis" op. 168 von Jean-Marie Plum ausgewählt. Den Zyklus Via Crucis pour Grand Orgue schrieb Plum im November/Dezember 1939 und widmete ihn den Opfern des Krieges („aux victimes de la Guerre“). In den 14 Kreuzweg-Stationen verknüpft er musikalisch-theologisch das Leid des Todes mit der Hoffnung auf die Erlösung.
"Warum dieser Tod?" fragt der belgische Komponist zu Beginn des Zyklus und stellt damit diese zentrale Menschheitsfrage in den Mittelpunkt, die sowohl zu Beginn des zweiten Weltkriegs die Menschen umtrieb wie auch heute angesichts der Situation in der Ukraine. Als röm.-kath. Priester vermag es Plum der Frage nicht nur musikalisch, sondern auch theologisch zu folgen.
Die beiden jungen Musiker:innen, die beide an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) eingeschrieben sind, sind bereits vielfach ausgezeichnet. Die Sopranistin Greta Bahr ist mehrfache Regional- und Landespreisträgerin im Wettbewerb "Jugend musiziert" in der Kategorie "Gesang" und "Kunstlied Duo". Seit 2020 studiert sie in der Klasse von Prof. Dr. Marek Rzepka.
Der Münsterorganist David Thomas ist mehrfacher Preisträger z.B. im "Grotian-Steinweg- Klavierspielwettbewerb" und in "Jugend musiziert". Kirchenmusik an der Musikhochschule Hannover, wo Prof. Emmanuel Le Divellec und Georg Oberauer zu seinen Orgellehrern gehören.
Eine regelmäßige Teilnahme an internationalen Meisterkursen bei u.a. Prof. Martin Sander, Michelle Bouvard, Guy Bovet und Prof. Martin Böcker begleiten seine Ausbildung.
Der Eintritt ist frei. Am Ende wird um eine Ausgangskollekte gebeten.
Weiterhin wird die Einhaltung der gängigen Abstandsregeln und das Tragen einer FFP2-Maske empfohlen.
Pastor Markus Lesinski