Daran hätte Duke Ellington seine Freude gehabt

Mit Stimmübungen beginnt eine Chorprobe bei der Hamelner Kantorei unter Leitung von Kirchenkreiskantor Stefan Vanselow. Foto: Harald Langguth

Die Konzerte finden statt in St. Augustinus, Lohstraße 8, in Hameln. Sie beginnen am Samstag um 18 Uhr und am Sonntag um 17 Uhr. Gemeinsam mit der Bigband Fette Hupe aus Hannover, den Hannover Jazz Singers und der Jazz-Vokalistin Claudia Burghard aus Hameln verschmelzen bei den „Sacred Concerts“ Chor, Jazz, Gospel und Improvisation zu einem einzigartigen Musikerlebnis. Ellingtons Werke erklingen unter der Leitung von Kirchenkreiskantor Stefan Vanselow. Sie verbinden Spiritualität und Lebensfreude mit afroamerikanischer Kultur.  „Die Hamelner Kantorei kann eben auch Jazz“, lobt Stephan Vasel, Superintendent im Kirchenkreis.

„Jeder Mensch betet in seiner eigenen Sprache“, wusste Duke Ellington. Er ist eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Jazzgeschichte: als Pianist, Komponist und Bigband-Leiter. Mit seinem „Duke Ellington Orchestra“ kreierte er einen ganz neuen, eigenen Bigband-Sound und prägte so die Ära des Swing maßgeblich mit. Viele seiner fast 2.000 Kompositionen – darunter Evergreens wie Sophisticated LadySatin DollMood Indigo oder Caravan – wurden zu Jazz-Standards. Mit einem Grammy wurde er für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Im letzten Jahrzehnt seines Lebens schrieb Duke Ellington drei Sacred Concerts („Geistliche Konzerte“). Darin stellte er neue Kompositionen sowie einige bereits veröffentlichte Stücke zu abendfüllenden Konzert-Suiten mit christlichem Inhalt zusammen und verlieh so seinem Glauben Ausdruck. Die Texte spielen auf biblische Geschichten an, feiern die Freiheit und die Lebensfreude, zitieren die Versöhnungslitanei von Coventry („Father, forgive“) oder zählen in einer rasanten Tour de Force alle Bücher der Bibel auf. Auch die Bandbreite der Musik ist enorm und reicht von gefühlvollen Balladen über ausdrucksstarke A-cappella-Chorsätze bis zu energiegeladenen Swing-Nummern.

Duke Ellingtons Sacred Concerts vereinen Bigband, Solo-Gesang und großen Chor. In ihnen verschmelzen Jazz, Spiritual, Gospel, Improvisation, klassische Musik, Showbusiness, Stepptanz, afroamerikanische Kultur, Spiritualität und christlicher Glaube. Der Komponist nannte sie „das Wichtigste, das ich je gemacht habe“.

Zusätzlich zu den konzertanten Aufführungen am 15. und 16. November in St. Augustinus gibt es dort am 16. November um 15 Uhr ein knapp einstündiges Familienkonzert für Menschen ab 5 Jahre mit dem Titel „Total frei!?“ Die Moderation liegt in den Händen von Eva-Maria Kösters. Hier geht’s für alle Konzerte zu den Tickets:
https://www.hamelner-kantorei.de/karten.html Red.