Im Zeichen der Achtung vor der Natur und der Schöpfung

Die Hubertusmesse ist ein Erlebnis für viele Sinne. Foto: Harald Langguth

Verantwortlich für die herbstliche Ausschmückung der Kirche bei der Hubertusmesse am 2. November im Münster ist der Hegering 4. Zur Begrüßung spricht Thorsten Bund, Vorsitzender der Jägerschaft Hameln-Pyrmont. Die Predigt hält Superintendent Dr. Stephan Vasel.

Zuvor gibt es bereits am Freitag, 17. Oktober, um 18 Uhr eine Hubertusmesse in der St. Marienkirche in Esperde. Hierzu laden der Hegering 7 der Jägerschaft Hameln-Pyrmont und der Kirchenvorstand Esperde herzlich ein. Auch diese Messe wird musikalisch umrahmt von der Jagdhornbläsergruppe der Jägerschaft mit ihren französischen Parforce-Hörnern. Der ehemalige Hamelner Pastor Jürgen Harms führt durch den Gottesdienst. Im Anschluss gibt es einen Imbiss und die Gelegenheit sich auszutauschen.

Die Tradition der Hubertusmesse steht im Zeichen der Achtung vor der Natur und der Schöpfung und verbindet die spirituelle Bedeutung des Gottesdienstes mit dem Respekt vor der Tierwelt. Es ist eine Gelegenheit, die tiefe Verbundenheit mit der Natur und die Werte des nachhaltigen Umgangs mit der Umwelt zu reflektieren.

Die Geschichte des Heiligen Hubertus von Lüttich ist uns aus Belgien übermittelt. Hubertus, ein junger Edelmann, war ursprünglich ein leidenschaftlicher Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Bei einer seiner wilden Jagden sah er einen weißen Hirsch mit einem Kreuz zwischen dem Geweih. Dieses Erlebnis bekehrte ihn zu einem Schützer der Tiere und des Waldes. Er erkannte in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und setzte sich deshalb hegend und pflegend für sie ein. Diese Grundhaltung der „Achtung vor dem Geschöpf“ ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein.

Jagd und Naturschutz haben gemeinsame Interessen im Bestreben, eine vielgestaltige, artenreiche Umwelt zu erhalten. Oft waren es aktive Jäger, die als erste auf die drohende Verarmung der Natur und auf das Verschwinden mancher Tierarten hingewiesen und erste Versuche zur Erhaltung seltener Tierarten unternahmen. Jagd und Naturschutz sollten die Bewahrung der Vielfalt in der Natur als gemeinsames Ziel erkennen und daraufhin zusammenarbeiten. Anke Wehrmann, Harald Langguth