Sozialverträgliche Lösungen für die Arbeitsplätze

CDs, Schallplatten - alles das hat inzwischen neue Liebhaber gefunden. Foto: Harald Langguth

Für die bestehenden Arbeitsplätze wurden sozialverträgliche Lösungen gefunden. Auch macht das Diakonische Beratungszentrum Bad Münder weiter seine wichtigen Angebote für die Menschen vor Ort. Nach Beschlussfassung durch die Kirchenkreissynode wurde mit Susanne Lührs, die das Sozialkaufhaus leitet, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich zum 31.12.2025 beendet. Am 4. Januar 2026 wird sie um 10 Uhr bei einem Gottesdienst der Kirchengemeinde Bad Münder in der Petri-Pauli-Kirche von Superintendent Dr. Stephan Vasel verabschiedet. Den Gottesdienst gestaltet Pastor Dietmar Adler.

Das Arbeitsverhältnis des beschäftigten Vorarbeiters Rainer Heymann im Bereich Sozialkaufhaus endete ebenfalls einvernehmlich. Sabine Pommerin, Sozialpädagogin im Bereich der Beratung und Betreuungsarbeit für Arbeitsgelegenheiten im diakonischen Beratungszentrum Bad Münder, wird ab 1.1.2026 neben ihrer Tätigkeit in der offenen Sprechstundenarbeit im Diakonischen Beratungszentrum Bad Münder im Bereich des diakonischen Werks in Hameln eingesetzt. Sie leitet dann dort die Bahnhofsmission. „Wir lassen damit keinen Mitarbeitenden im Regen stehen“, betont Dr. Stephan Vasel, Superintendent im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont. Er bezeichnet die AIBM als ein erfolgreiches Projekt des Diakonischen Werks, das jahrzehntelang sehr gut funktioniert habe.

Förderkulissen des Jobcenters und Bedarfe der Menschen hätten sich jedoch im Laufe der Zeit geändert. So sei die Einrichtung nach und nach defizitär geworden und habe nur durch einen jährlichen Zuschuss des Kirchenkreises am Leben erhalten werden können. Insgesamt wurde die Einrichtung zwischen 2020 und 2023 mit rund 200.000 Euro bezuschusst. Gleichzeitig ging das Instrument der AGH-Stellen, bedingt durch Reduzierungen des Jobcenters, landesweit zurück. In Bad Münder sank diese Zahl auf 15 Stellen. Zu Vergleich: 2006 waren es noch 75 vom Jobcenter bewilligte Stellen gewesen. Ein Problem, mit dem auch andere Einrichtungen wie die Arbeitslosen Initiative Bad Pyrmont und die Impuls GmbH des Landkreises Hameln-Pyrmont zu kämpfen haben. „Daher ist es notwendig, dieses Angebot einzustellen“, sagt Superintendent Stephan Vasel. Die Räume des Möbellagers und Sozialkaufhaus in Bad Münder werden zum 31.12.2025 besenrein an die Stadt Bad Münder zurückgegeben. Das vorhandene Inventar wird im Vorfeld veräußert.  

Der Kirchenkreis hält mit einem Stundenanteil von Sabine Pommerin weiterhin ein Beratungsangebot in Bad Münder für eine allgemeine Sozialberatung arbeitsloser oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen in Abhängigkeit der Finanzierung durch die Stadt Bad Münder vor. Aktuell ist hier ein Beratungsangebot bis zu sieben Wochenstunden vorgesehen. Darüber hinaus gibt es weiterhin die Außenstelle der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention mit ihrem Beratungsangebot an jedem Donnerstagvormittag. Auch die Schuldnerberatung des Kirchenkreises Hameln Pyrmont bleibt mit ihrem Beratungsangebot an jedem Mittwoch in Bad Münder vor Ort.

„Die Arbeit der AIBM im Beratungszentrum Bahnhofstraße und im Beschäftigungsprojekt an der Rahlmühler Straße – zuletzt Sozialkaufhaus, vormals Möbellager und Grünpflege – war gut und wertvoll. Auch die Beratung und Vermittlung von Menschen in Beschäftigungen im Rahmen der Arbeitsgelegenheiten hat vielen geholfen. Da gibt es schon viel, was man in Bad Münder vermissen wird. Wir sind sehr dankbar für Arbeit der Mitarbeitenden in all‘ den Jahren. Sie haben sich mit viel Geduld und Engagement für die Menschen eingesetzt“, unterstreicht Dietmar Adler, Pastor in Bad Münder. Harald Langguth, Öffentlichkeitsbeauftragter im Kirchenkreis