Was zieht ihn von Ostfriesland ins Weserbergland? „Der Stadtkirchengemeinde Hameln sind mit dem Münster und der Marktkirche zwei eindrucksvolle gottesdienstliche und spirituelle Orte anvertraut. Das ‚Haus der Kirche‘ ist zudem ein bestens konzeptioniertes Gemeindehaus. Es ist ein Privileg, dort im Team Dienst zu tun“, freut sich der Pastor auf seine neue Aufgabe.
Nach zehn Jahren in der Geschäftsführung einer großen Stadtkirchengemeinde in Leer reize ihn die Rückkehr zu seinen biographischen Wurzeln: Getauft in der Lutherkirche Holzminden, wuchs er in Bevern an der Weser auf. „Mich lockt es, in die alte Heimat zurückzukehren. Hameln ist zweifelsfrei die Perle des Weserberglandes“, bekennt Herbold. Wesentlich an seinem schönen Beruf ist es ihm, beharrlich und zuverlässig bei den Menschen und beim Evangelium zu sein: „Mich bewegt die Vorstellung, in der Gemeinde meine Gaben mit anderen zum Besten der Stadt (Jer 29,7) einzubringen.” Seine neue Berufstätigkeit führt den Gottesmann zurück zu den Wurzeln.
Kirche wird nach seiner Erfahrung dort attraktiv, wo sie das Leben von Menschen in der Stadt teilt: mit Leben in Gemeinschaft auf Zeit, etwa der Vesperkirche oder dem Feierabendmahl oder „Urlaub ohne Koffer“ – alles Angebote, an denen jeder und jede teilnehmen könne. Mit verlässlicher Begleitung an den Wendepunkten des Lebens, besonders vor dem Hintergrund der Erfahrung von Einsamkeit. Kirche wird für den neuen Pastor dort attraktiv, wo sie Leben in der Stadt mitgestaltet: etwa wie aktuell bei den Aufführungen der Johannes-Passion in der Marktkirche, dem Vortrag des ehemaligen Landtagspräsidenten Jürgen Gansäuer zu 80 Jahre Kriegsende am 8. Mai im Münster oder Stadt- und Tauffesten
In seiner Freizeit schwimmt und wandert der 58-jährige gerne. Gymnastik und Radfahren zählen ebenfalls zu seinen Lieblings-Sportarten. Liederkompass.de und arbeitshilfe-gottesdienstbuch.de sind zwei Projekte aus dem Gottesdienst, die ihn auch in seiner Freizeit beschäftigen. „Wie in meinem Beruf, feiere ich auch privat gerne das Leben“, sagt Herbold und lächelt dabei. Harald Langguth