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Abschied aus Landessynode

Nachricht Hannover, 29. November 2019

Christine von Klencke und Superintendent Philipp Meyer werden nach 12 Jahren aus der Landessynode verabschiedet

Zwölf Jahre lang haben Christine von Klencke und Superintendent Philipp Meyer die Weichen in der evangelischen Kirche in Niedersachsen mit gestellt. Für eine dritte Amtsperiode sind beide nicht mehr angetreten. Die 13. Tagung der 25. Landessynode in Hannover ist nun ihre letzte. Am Freitag werden Christine von Klencke und Philipp Meyer aus der Landessynode verabschiedet. In der 26. Landessynode wird Doris Feuerhake als neu gewähltes Mitglied den Kirchenkreises Hameln-Pyrmont allein vertreten.

„Besonders ereignisreich war natürlich die Zeit um den Rücktritt von Landesbischöfin Margot Käßmann,“ sagt Christine von Klencke. Als Mitglied des zwölfköpfigen Kirchensenats war sie damals „ganz dicht dran“, hatte im Senat nicht nur regelmäßige Gespräche mit der Landesbischöfin, sondern auch die Aufgabe, der Landessynode geeignete Kandidaten für die Nachfolge vorzuschlagen. „Als Vertreterin der Ehrenamtlichen hatte ich sogar die Ehre, den neuen Landesbischof Ralf Meister mit einzusegnen“, so von Klencke.

Die Geschäftsführerin von Schloss Hämelschenburg war u.a. im Gleichstellungsbeirat, im Bildungsausschuss und im Ausschuss Theologie und Kirche aktiv. Ihr größtes Anliegen war und ist es, den Stellenwert ehrenamtlichen Engagements deutlich zu machen: „Wichtig ist das Leben in der Kirche. Dass jeder seine Kirchengemeinde findet, in der er sich Zuhause fühlt, sich engagiert und die Angebote der Kirche mit Leben füllt.“ In der neuen Kirchenverfassung finde die Achtung und Würdigung der ehrenamtlichen Mitarbeiter mehr Raum, das sei ein entscheidender Fortschritt.

Die neue Kirchenverfassung hebt Superintendent Philipp Meyer ganz besonders hervor: „ich bin stolz darauf, dass wir es geschafft haben, eine neue Verfassung zu verabschieden.“ Sie tritt im Januar 2020 in Kraft und löst die 50 Jahre alte bisherige Verfassung ab. Mehr als drei Jahre lang war der Text in zahlreichen Gremien und Gruppen intensiv beraten worden. Mit der neuen Verfassung wird die Kirche stärker auf die Zukunft ausgerichtet, ihre Vielfalt hervorgehoben. Kirche soll einladend sein. „Es gibt Grundsätze für Beteiligungsverfahren“, so Meyer. Damit sei eine stärkere Einbeziehung aller Kirchenmitglieder gewährleistet, die Hierarchien würden flacher und die Entscheidungen praxisnäher. Superintendent Meyer war insbesondere im Öffentlichkeitsausschuss und im Schwerpunkteausschuss aktiv.

In der Landessynode werden Kirchengesetze beschlossen und theologische Grundfragen diskutiert. Es wird entschieden, wofür wieviel Geld ausgegeben wird und die Landesbischöfin/der Landesbischof gewählt. An all diesen Themen haben Christine von Klencke und Philipp Meyer in den letzten zwei Wahlperioden mitgearbeitet. Christine von Klencke war als Vertreterin der ehrenamtlichen Mitarbeiter, Superintendent Meyer für die Hauptamtlichen in die 24. und 25. Landessynode gewählt worden.

Doris Hellmold-Ziesenis