...alles, zwischen Himmel und Erde | Bild: Heike Beckmann

Ich mache das jetzt noch gerne

Nachricht Hameln, 31. Januar 2021

Nach vierzigjährigem Dienstjubiläum und 36 Jahren Mitarbeitervertretung: Siegfried Wulf verabschiedet sich in den Ruhestand.

Angefangen hat der Diplom-Pädagoge 1980 in der Jugendwerkstatt. Kurz bevor diese vom Kirchenkreis Hameln-Pyrmont übernommen wurde. Siegfried Wulf hat dort ausländische Jugendliche auf einen Beruf vorbereitet und sich 1984 für die Mitarbeitervertretung (MAV) aufstellen lassen. Seine Wahl war der Start für eine steile Karriere in der MAV, die Wulf über den Gesamtausschuss auf Landeskirchenebene (dessen Vorsitzender er seit 12 Jahren ist) bis in den Gesamtausschuss der EKD auf Bundesebene geführt hat. 36 Jahre lang hat Siegfried Wulf sich in alle Themen hineingekniet, die mit Mitarbeitervertretung zu tun haben und seinen Elan nicht verloren, im Gegenteil, betont Wulf: „Es hat mir immer Spaß gemacht.“

Schwerpunktmäßig hat er sich mit dem Arbeits- und Gesundheitsschutz befasst, war jeweils stellv. Vorsitzender im Arbeitsschutzkreis des Kirchenkreises und Arbeitsschutzausschuss der Landeskirche. Ein weiteres Standbein war die Beratung, Schulung und Fortbildung der Mitarbeitervertretungen in der Landeskirche.

Besonders freut Siegfried Wulf, dass die MAV auf der Ebene des Kirchenkreises Hameln-Pyrmont mittlerweile als gleichberechtigter Partner gesehen wird, deren Meinung über die gesetzlich geforderte Beteiligung hinaus gefragt ist.

Auch die Bedeutung des Gesamtausschusses auf landeskirchlicher Ebene sei über die Jahre sehr gewachsen, so Wulf und betont: „Im November 2020 konnte von uns eine Änderung im Anwendungsgesetz der Konföderation zum Mitarbeitervertretungsgesetz erreicht werden, das die Mitbestimmung der MAVen in organisatorischen und sozialen Angelegenheiten deutlich stärkt.“

Im Moment laufe ihm allerdings die Zeit weg, denn „eine vernünftige Übergabe gestaltet sich in der Zeit von Corona nicht einfach“, so Wulf. Der Wechsel aus Homeoffice und Amt, die Schwierigkeiten, sich mit Nachfolger*innen zu treffen, um manche Dinge im wahrsten Sinn des Wortes zu übergeben, machen auch aus der Schlussphase noch eine Herausforderung. Da passt Siegfried Wulfs Credo gut: „Mir war es immer wichtig, dazuzulernen.“

 

Doris Hellmold-Ziesenis