...alles, zwischen Himmel und Erde | Bild: Heike Beckmann

Davon auf möglichst kleinem Fuß zu leben

Nachricht Hameln, 18. März 2021

Kommen Kassenbons in den Papiermüll, wo entsorge ich meine FFP2 Maske und was mache ich eigentlich mit meinen alten Medikamenten? Hat sich nicht jeder schon einmal gefragt „Wie entsorge ich das jetzt korrekt“?

Diese Fragen wurden den Teilnehmenden des letzten Online Jugendkonvents der Evangelischen Jugend gestellt. Denn dieser stand ganz unter dem Thema Nachhaltigkeit. Nachdem die Landesjugendkammer und der Jugendkonvent Hameln-Pyrmont beschlossen haben, sich stärker dem Thema Nachhaltigkeit zu widmen, sind Umsetzungsstrategien gefragt.

Wie können wir unseren ökologischen Fußabdruck aktiv reduzieren und unsere Ökobilanz verbessern? Dieser Fußabdruck zeigt, wie viel Fläche wir brauchen, um unseren Lebensstil und Lebensstandard dauerhaft aufrecht zu erhalten. Er betrachtet den Ressourcenbedarf für die Produkte, die wir kaufen, die Art und Weise wie wir leben und uns fortbewegen, unsere Müllproduktion und weitere Faktoren. Und sicher ist, unser Fußabdruck ist zu groß., denn aktuell bräuchte es 1,6 Erden, um all unsere Bedürfnisse zu decken.[1]

Erste Schritte sind bereits getan, im Oktober wurde beschlossen, dass bei Veranstaltungen und Seminaren zukünftig vegetarisches Essen angeboten wird. Außerdem wurde eine Checkliste für grüne Events erstellt. Doch wie lassen sich Jugendarbeit, Seminare und Freizeiten zukünftig noch nachhaltiger gestalten? Wie und wo beziehen wir unsere Lebensmittel, trinken wir besser Leitungswasser und wo veranstalten wir zukünftig unsere Seminare? Dazu wurden im Jugendkonvent fleißig Ideen gesammelt und diskutiert. Was lässt sich kurz- und was langfristig umsetzen - denn nicht alles kann sofort verändert werden.

Nachhaltiger werden bedeutet, sich kritisch mit dem eigenen Verhalten auseinandersetzen und dieses zu hinterfragen. Am Ende der Veranstaltung haben wir genau das getan. Im Quiz zum Thema Mülltrennung wurde schließlich der Recycling-Profi des Abends gekürt. Denn nur wenn wir unsere Abfälle korrekt entsorgen, können die Rohstoffe wieder nutzbar gemacht werden. Dieses wertvolle Wissen möchten wir Ihnen/ dir natürlich nicht vorenthalten, daher folgt nun die Auflösung der Eingangs gestellten Fragen:

  1. Kassenbons bestehen aus Thermopapier und gehören in den Restmüll. Eine Ausnahme stellen die blauen Bons dar, die tatsächlich im Altpapier entsorgt werden können.
  2. Die FFP 2 Maske gehört, wie die OP-Masken und Gummihandschuhe auch, in den Restmüll.
  3. Auch abgelaufene und übrige Medikamente werden im Restmüll korrekt entsorgt, Sie können diese jedoch auch in der Apotheke abgeben.

Und, haben Sie/ hast du bisher alles korrekt entsorgt?

Falls Sie das noch nicht wussten/du das noch nicht wusstest, dann freuen wir uns natürlich, wenn wir etwas Licht ins Dunkel bringen konnten. Auch wir haben bereits dazugelernt und freuen uns, dieses Wissen weitergeben zu können. Begleiten Sie/ Begleite uns gerne auf dieser Reise, auf hoffentlich schrumpfendem Fuß. Das gilt natürlich ebenso für diejenigen, die alle Fragen richtig beantwortet haben. Sie sind/ du bist auch herzlich eingeladen uns zu begleiten.

Für alle, die neugierig geworden sind und wissen wollen, wie groß der Fuß ist auf dem sie leben, gibt es hier außerdem noch ein Quiz: https://www.fussabdruck.de/fussabdrucktest/#/start/index/

Silvia Büthe, Evangelischer Jugenddienst Hameln-Pyrmont