Weißt Du, wie Du Gott zum Lachen bringen kannst? Mache Pläne. | Bild: Heike Beckmann

Stiftung feiert großes Schlachtefest

Pressemitteilung Hameln/Tündern, 16. November 2018

(Hameln / Tündern) Ein zünftiges Fest haben sie gefeiert, die Tünderanerinnen und Tünderaner. Weit über 100 Gäste sind der Einladung zum Schlachtefest der Johanne-Lücke-Stiftung gefolgt. Ort des traditionellen Geschehens war der Hasenjäger-Hof. Und sie brachten nahezu 100 gemästete Schweinen mit, denen es nun an den Kragen gehen sollte. Und alles für den guten Zweck.

Es ist schön, wenn Bräuche gepflegt werden, dadurch bleiben sie lebendig. Auch, wenn sie nur einen symbolischen Charakter haben. Mit dem Schlachtefest ist der Johanne-Lücke-Stiftung ein authentisches Vorhaben in diesem Sinne perfekt geglückt. Allein das Vermächtnis der Namensgeberin Johanne Lücke erzählt die Geschichte einer Landwirtsfrau, die aus Dankbarkeit ihrer hiesigen Kirchengemeinde etwas Gutes zukommen lassen wollte, in ihrem Falle Ackerland und dem daraus resultierenden Ertrag. Und mit der „Sauerei“ hat sich das Kuratorium der Stiftung diesjährig eine Fundraising-Aktion ausgedacht, die passender zu dieser Geschichte nicht sein könnte!

Jeder und Jede, die auf dem Dorf aufgewachsen ist, weiß genau, dass es ohne Gemeinschaft nicht geht – und so stellte sich auch das große Fest der Stiftung dar: Alt und Jung, Groß und Klein – der alte Kuhstall des Hasenjäger-Hofes war gefüllt mit gut gelaunten Menschen, die allesamt einen schönen Abend bei einem kurzweiligen Programm verbracht haben. Musikalisch umrahmt vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr und den Tiunegels aus Tündern war der Höhepunkt des Abends die Tombola mit hochwertigen Preisen aus der Region. Für die Kinder gab es Stockbrot und natürlich durfte auch das Schlachteessen nicht zu kurz kommen – Alles in Allem ein gelungenes Finale der Spendenaktion. Auch dank der großzügigen Unterstützung der Sparkasse Hameln-Weserbergland!

Aber längst hätten nicht alle Schweine den Weg zurückgefunden, berichtet der Vorsitzende der Johanne-Lücke-Stiftung, Friedrich-Wilhelm Schünemann. Von den 400 ausgegebenen kleinen roten (Spar-) Schweinen konnten knapp 100 gemästete Tiere symbolisch bisher geschlachtet werden, immerhin ein ordentlicher Ertrag von 2.500 EUR. Denn die Schweine waren schließlich voll gefüttert mit Euro-Scheinen und -Münzen zur Schlachte-Bank geführt worden! Die restlichen Schweine werden noch vermisst – sie können noch bis zum 30. Juni 2019, gerne voll und rund gefüttert, der Stiftung zurückgegeben werden!

Der Erlös der Tündernschen Schweinerei wird übrigens noch zusätzlich honoriert durch die Evangelische Landeskirche Hannovers, nach dem Motto „Aus drei mach vier“ werden die Zustiftungen bonifiziert. Das heißt, auf jeden dritten angefressenen Euro füttert sie noch einen Euro drauf.

Und das alles für den guten Zweck, denn die Johanne-Lücke-Stiftung setzt sich bereits seit 15 Jahren aktiv für ein lebendiges Gemeindeleben ein und fördert seither zahlreiche Projekte.

Text und Foto: Heike Beckmann, Öffentlichkeitsbeauftrage & Fundraiserin im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont