Die Königin der Instrumente | Bild: Heike Beckmann
Die Königin der Instrumente | Bild: Heike Beckmann

Ev.-reformierte-Kirchengemeinde-Hameln-Bad-Pyrmont

Die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Hameln-Bad Pyrmont besteht derzeit aus mehr als 1.400 Gemeindegliedern, die über den gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont und noch ein Stück darüber hinaus verteilt leben. Dabei findet sich jeweils etwa ein Drittel in und um Hameln, ein Drittel in und um Bad Pyrmont und ein Drittel über das Restgebiet verstreut. Aufgrund der weiten Wege werden die meisten Veranstaltungen komprimiert angeboten (ein- bis zweimal im Monat, dafür aber länger als sonst üblich), das Gemeindeleben findet konzentriert statt. Sehr bewusst wird nach jedem Gottesdienst beim „Kirchenkaffee“ im Gemeindehaus die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch geboten.

Die verschiedenen Gemeindekreise und Gottesdienstangebote möchten für alle, die sich darauf einlassen, eine lückenlose Begleitung von klein auf bis ins hohe Alter ermöglichen, für jede und jeden soll etwas zu finden sein.

Dabei reichen die Wurzeln reformierter Tradition in Hameln bis in das 17. Jahrhundert zurück. Am 3. März 1690 kamen 300 Glaubensflüchtlinge aus Frankreich in Hameln an und gründeten die `Hugenotten-Gemeinde` mit eigenem `Tempel` und Pfarrhaus. Der letzte Eintrag in ihren Kirchenbüchern datiert aus dem Jahr 1853. Aus der `Hugenottenzeit` gibt es in der Gemeinde Hameln die drei Kirchenbücher und den damals mitgebrachten Abendmahlskelch. Der Hugenotten-Tempel wurde 1974 im Zuge der Altstadtsanierung abgerissen.

Um die Jahrhundertwende wurde dann erneut eine reformierte Gemeinde ins Leben gerufen, deren Kirche und Gemeindezentrum im Jahr 1906 fertiggestellt wurden.

Wenn auch die Gemeinde relativ klein ist, so hat sie doch ihren festen Platz in der Ökumene vor Ort. Die Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), die Gastgeberrolle beim „Runden Tisch Obdachlosigkeit“ und bei dem von der ACKH-Flüchtlingshilfe ins Leben gerufenen „Treff International“ jeden Montagnachmittag sind dafür ebenso ein Zeichen wie das Engagement im Senior Schläger Verein und der im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten 2006 eingerichtete „Garten der Ökumene“. In ihm haben die verschiedenen Konfessionen und Religionsgemeinschaften Hamelns jeweils eine Blume oder einen Baum gepflanzt.

Das Motto der Gemeindestiftung aus dem Genfer Psalter lässt sich auf die gesamte Arbeit anwenden: „… dass auch die Enkel Gott, wie wir ihn fanden, finden!“ (Reimpsalm 89, 1)